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Beiträge zur geistigen Situation der Gegenwart Jg. 3 (2002), Heft 5
Mein Buch des Monats September 2002
Ralph Freedman „Rainer Maria Rilke / Der Meister / 1906-1926” Aus dem Amerikanischen von Curdin Ebneter. Insel Verlag Frankfurt am Main und Leipzig 2002. 625 S., 57 Abb., ISBN 3-458-17106-1, geb. Eur(D) 34,80
Im November 2001 stellten wir den ersten Band von Ralph Freedmans großer Rilke-Biographie vor, nun ist der zweite erschienen „Der Meister“, der die Jahre 1906 bis 1926 umfasst. Wieder formuliert der Verfasser in einem kleinen „Vorwort zur deutschen Ausgabe“ sein Ziel: „Es war mir ein Anliegen, Text- und Lebensbeschreibung, soweit irgend möglich, in ihrer wechselseitigen Erhellung vorzuführen. Dabei ließ ich mich von der Überzeugung leiten, dass sich in jedem Kunstwerk auch sein Schöpfer verbirgt und in jedem solchen Schöpfer eine durch das Prisma seiner individuellen Erfahrung wahrgenommene Welt. So gesehen, bilden Werk und Künstler letztlich eine Einheit und verkörpern zusammen den Dichter schlechthin“. Zugleich sieht Freedman Rilke im Zusammenhang mit den Einflüssen seiner Zeit als Verkörperung Europas im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts.
„Zeit des Umbruchs“ ist der erste Teil überschrieben, in dem wir Rilke in Paris an der Arbeit an den „Neuen Gedichten“ und den „Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge“ sehen. Der Bruch mit Rodin liegt hinter ihm, gerade entdeckt er Paula Modersohn-Becker: die Freundin hat sich wie er aus vertrauten Bindungen gelöst um zu sich selbst und ihrer Kunst zu finden. Diese Freundschaft ist es, die im Abschnitt „Einem neuen Stil entgegen“ einen ersten Schwerpunkt bildet.

Unterbrochen wird dieser Sommer 1906, in dem das Rilkebildnis der Künstlerin entsteht, durch Reisen Rilkes mit Frau und Tochter, an deren Ende er so mittellos dasteht wie vor der großherzigen Unterstützung durch den (nun verstimmten) Karl von der Heydt – der Ausweg: eine Einladung nach Capri, wo er den Winter 1906/07 verbringt.
Im späteren Rückblick erscheint dieser Winter glücklicher, als er wohl war – immerhin war eine zweite Auflage des „Stunden-Buchs“ nötig, die neue Ausgabe vom „Buch der Bilder“ sowie der neugefasste „Cornet“ lagen vor. In Gedanken begleitete der Dichter Clara Rilke auf ihrer Reise nach Ägypten und schuf neben den erst viel später ans Licht gebrachten „Improvisationen aus dem Capreser Winter“ so bedeutende Verse wie „Die Rosenschale“ und „Alkestis“; dazu gelang im Zusammenwirken mit der Gastgeberin die Übertragung der „Sonette aus dem Portugiesischen“ von Elizabeth Barrett-Browning.
Nach seiner Rückkehr am 31.Mai 1907 vollendet Rilke in Paris die „Neuen Gedichte“ und wendet sich dem „Malte“ zu. Wichtig: die Begegnung mit dem Werk Cézannes, die sich in den Briefen spiegelt, die Rilke seiner Frau und zugleich an Paula Modersohn-Becker nach Deutschland schreibt – die Freundin war in ihre familiären Bindungen zurückgekehrt, am 20.November 1907 starb sie nach der Geburt ihrer Tochter. Ein Jahr darauf stellt sich Rilke ihrem Tod im „Requiem für eine Freundin“, dem Freedman eine ausführliche Deutung widmet (S.69-72). Dazwischen liegt die erfolgreiche Vortragsreise Rilkes nach Prag und Wien, die Versöhnung mit Rodin, das Erlebnis Venedigs, ein zweiter Winter auf Capri und wieder eine Rückreise nach Paris, wo der „Neuen Gedichte zweiter Teil“ abgeschlossen werden kann.
In mehreren Schritten analysiert der Verfasser die „Neuen Gedichte“ als Rilkes Abkehr vom „offenkundig Subjektiven“ seiner Lyrik. Am „Archaischen Torso Apollos“ verdeutlicht er seine Auffassung und endet zusammenfassend: „Der Dichter hatte eine große Wandlung durchgemacht. Dieses Gedicht, und die Poetik, die ihm zugrunde liegt, war die differenziertere Version seines fortgesetzten Austauschs mit Rodin. Es umschloss auch die Leidenschaft und das Grauen seines Lebens: die enge Beziehung von Geschlechtlichkeit, Tod und Kunst; Kunst als erstarrtes, gleichsam ‚eingefrorenes’ Begehren und seine endliche Freisetzung im geschaffenen Objekt oder Kunstding, das von allen – vom Leser wie vom Dichter – eine neue Ausrichtung verlangt“ (S.64).
Die folgenden Abschnitte gelten dem schwierigen Prozess der Arbeit an den „Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge“ mit all den Unterbrechungen und Krisen, den Reisen und neuen Begegnungen, deren Wichtigste und Folgenreichste die mit der Fürstin Marie von Thurn und Taxis war (Dezember 1909). Nach der Vollendung des „Malte“ tritt Rilke in eine Lebensphase voller Unsicherheiten ein, die zugleich – wie die unerfreulich endende Reise nach Nordafrika und Ägypten – auf die spätere Verwandlung des Geschauten ins Werk vorbereiten.
Das nächste Kapitel: „Engel und Liebende“, stellt das Entstehen der ersten „Elegien“ dar, mit der „Alchemie, die menschliches Erleben in Kunst verwandelt“. Damit endet der erste Teil, es folgen „Innere Landschaften“. Der Autor betont: „Es wäre irrig zu meinen, Rilkes Fortschreiten habe sich in hermetisch gesonderten Phasen vollzogen. In Wirklichkeit durchlief seine lebenslange Arbeit eine graduelle Entwicklung, die allerdings durch erkennbare Wendepunkte gekennzeichnet war“ (S.142).
Nach dem Winter auf Duino, wo die ersten Elegien und das „Marien-Leben“ entstanden, folgen Sommermonate in Venedig, in denen Rilke die bewunderte Tragödin Eleonora Duse fast täglich sieht und ihr beizustehen versucht, und schließlich die Spanienreise, die eigentlich eine Reise nach Toledo und zu El Greco ist und in Ronda endet. Hier entstehen neben großen Gedichten Teile der Sechsten, der „Helden-Elegie“: „Die dichterische Produktion der letzten beiden Monate in Spanien bewies wieder einmal, dass sich Rilke täuschte, wenn er die größtmögliche innere und äußere Ruhe als Vorbedingung guten Arbeitens ansah. Es war vielmehr so, dass er aus dem Abgrund von Nöten heraus, zu denen nur Lou ganz vordringen konnte, und aus dem Erkunden des Todes im Zeichen einer neuen religiösen und ästhetischen Sichtweise heraus, eine Dichtung von wachsender geistiger, struktureller und künstlerischer Komplexität zu schaffen vermochte“ (S.175).
Im Abschnitt „Träume von Verbundenheit“ zeichnet Freedman die Begegnungen der Jahre 1913/14 nach, darunter so wichtige wie die mit Franz Werfel und Sigmund Freud. Er verweist auf „Rilkes fließende und intuitive Art, Gedanken aufzunehmen“ (S.196), auch wenn sie seine Widerstände hervorriefen, so in der Ablehnung eine Psychoanalyse für sich selbst. 1914 kommt es zu der Beziehung mit Magda von Hattingberg, die mit Briefen beginnt, die Rilke ‚stürzend von Herzen’ gingen und die nach der Begegnung in Berlin und gemeinsamem Reisen in tiefer Enttäuschung endet – paradigmatisch geradezu für den Wunsch, geliebt zu werden und die Abwehr des Zuviel.
Dann der Erste Weltkrieg, „Das Gefängnis Europa“ und wieder der Versuch, gegen alle Widerstände zur eigenen Arbeit zu gelangen – als es 1915 endlich zu gelingen beginnt mit den „Sieben Gedichten“, dem „Requiem auf den Tod eines Knaben“ und der „Vierten Elegie“, erreicht ihn die Einberufung zum österreichischen Militärdienst, der zwar nach einer entwürdigenden Grundausbildung mit der Versetzung ans Wiener Kriegsarchiv gemildert wird, Rilke aber aus allem herausreißt, was in München schon erreicht schien. Die Jahre von 1914 bis 1916 sind zugleich die Zeit der Verbindung Rilkes und der Malerin Loulou Albert-Lasard, die Freedman einfühlend vergegenwärtigt.
Rilke kehrte aus Wien im Juli 1916 zurück: „München als Exil“ empfindend, wo er das Ende des Krieges und die Zeit des Umsturzes in Deutschland politisch wach und engagiert erlebte – unfähig zur Arbeit, eingebunden im Umgang mit wohlmeinenden Menschen, endlich auch in einer eigenen Wohnung. Freedman kennzeichnet Rilkes innere Zerrissenheit, die in dieser Umbruchszeit in den Beziehungen zu zwei Frauen sichtbar wird: da ist die junge Schauspielerin Elya Maria Nevar, mit der den Dichter eine liebevolle Freundschaft verbindet, auf der anderen Seite die Dichterin Cläre Studer, die künftige Frau Ivan Golls: das leidenschaftliche Gegenteil. Der Verfasser geht auf beider Briefe und Erinnerungsbücher differenzierend ein.
Der dritte Teil: „Die Magie des Orpheus“ umfasst Rilkes Jahre in der Schweiz, der ‚begünstigten Zuflucht’. Zunächst überwiegt hier die Lebensbeschreibung die Auseinandersetzung mit dem Werk – es dauert lange, bis Rilke endlich wieder arbeiten kann. Wieder sind es zwei Frauen, die bei aller Verschiedenheit tief in sein Leben hineinwirken: Nanny Wunderly-Volkart, „Nike“, die fürsorgende, hilfreiche Freundin bis in die letzten Stunden und Baladine Klossowska, „Merline“, die Geliebte, die Rilke aus der Erstarrung löst und ihm den Elegienort, den Turm von Muzot, bewohnbar macht. Mit ihr durchlebt Rilke noch einmal die Feindschaft zwischen der Liebe und seiner Arbeit, deren erschütterndes Zeugnis, das „Testament“, am Ende des Winters auf Schloss Berg entsteht, wo doch zum ersten Mal nach langer Wartezeit die Vollendung der „Elegien“ möglich schien.
Aber vorher durchläuft der Verfasser auf Rilkes Spuren viele Stationen seines immer wieder verlängerten Aufenthalts: Nyon, Genf, Bern, Zürich ... In Soglio findet der Dichter einen ersten Ruhepunkt vor seiner Vortragsreise, hier entsteht das „Ur-Geräusch“ neben der Vorbereitung für die Lesungen. Und allerorten kommt es zu Begegnungen und Wiederbegegnungen mit Menschen, altvertrauten wie Marthe aus Paris und neu gewonnenen wie eben „Nike“. Freedman lässt alle die Orte und Menschen lebendig werden, die hier aufzuzählen zu weit führen würde. Rilke „sehnte sich nach einer festen Bleibe, gleichgültig wo und wie, entschied sich dann aber doch für eine offene Situation. Sein Zögern weist auf widersprüchliche Impulse hin, die ihn als Dichter und als Mensch bestimmten. Er war auf sich und sein Werk bezogen, dabei aber empfänglich für andere; er war beherrscht und zugleich impulsiv, genau planend und zugleich unberechenbar. Dies wirkte sich nicht zuletzt auf sein Verhalten gegenüber Unterkunfts- und Hilfsangeboten aus. Rilkes häufige Rückzieher sind Ausdruck seiner Befürchtungen wie seiner Ansprüche“ (so im Zusammenhang mit dem Winter in Locarno, S.315/16).
Einen Schwerpunkt bildet das Kapitel „Das Labyrinth der Liebe und die Sprache der Dichtung“, in dem es um Rilke und „Merline“ geht – und um Rilkes Wiedersehen mit Paris während der sechs Tage im Oktober 1920, die ihm vergönnt waren. Mit dieser, wenn auch kurzen Anknüpfung an den Ort seiner besten Arbeitsjahre schienen die Voraussetzungen für das ersehnte Anheilen an den Bruchstellen seines Daseins gegeben. Die Entscheidung, die dann für Schloss Berg, gegen Genf und damit die Geliebte fiel, unterstreicht Rilkes Wunsch, optimale Arbeitsbedingungen im Alleinsein zu finden. Als Vorstufe entstehen hier die Gedichte „Aus dem Nachlass des Grafen C.W.“ und dann der Entwurf im Ton der „Elegien“: „Lass dir das Kindheit war ...“, den Rilke später nicht in die Elegiendichtung aufnahm. Danach aber fordert das Leben ihn aus der Arbeit zurück – er folgt einem Hilferuf der erkrankten Freundin nach Genf ...
Der Sommer 1921 führt Rilke und Merline ins Wallis, wo sie endlich Muzot finden und einrichten. Und als Rilke dort im November allein zurückbleibt, beginnt im Februar 1922 die große Arbeit. Merline hat ihm eine Zeichnung des Cima da Conegliano (um 1500) über dem Schreibpult angeheftet: Orpheus unter dem steigenden Baum. Die „Sonette an Orpheus“ entstehen zuerst. Freedman deutet zunächst diesen ersten Teil des Orpheus-Zyklus: „Rilke war selbst vom ‚Überfluss’ dieses ‚Vor-Sturms’ erstaunt. Er fand mit den einzigartigen Gedichten die geeignete Form für die Konflikte, die einen großen Teil seines Lebens verdüsterten – und dies erleichterte den Wiedereinstieg in die Elegien“ (S.377), und: „Zwei seiner bedrängendsten Themen konnte er nun klarsichtig in Angriff nehmen. Das überwältigende Problem der Elegien war von Anfang an die Dialektik von Leben und Tod gewesen. Das zweite war der Widerstreit, die ‚alte Feindschaft’, zwischen den Bedürfnissen der Kunst und den Anforderungen des Lebens. Paradoxerweise ist ja der Eros, als Teil des Lebenstriebes, für die Kunst einerseits notwendig und andrerseits ihr größter Gegenspieler“ (S.378).
Sorgfältig zeichnet der Verfasser anschließend den Entstehungsprozess der neuen „Elegien“ nach und endet: „Rilke kannte Teile der späten Elegien auswendig, war aber erst jetzt imstande, sie im Zusammenhang niederzuschreiben. Sein Werk bleibt ein überwältigender Beleg für die Verwandlung eines Lebens und einer Arbeit in Dichtung ...“(S.390). Abschließend heißt es: „Wie hart es auch für alle jene war, die ihn liebten – das Schwanken zwischen Himmel und Erde, Anwesenheit und Abwesenheit - , die Dialektik seines Geistes und Lebens fand ihren fruchtbarsten Niederschlag in diesem Korpus von Gedichten, der seine und seines Jahrhunderts äußerste Leistung darstellt“ (S.402).
Im folgenden Kapitel: „Das Fenster nach Frankreich“ beschreibt Freedman Rilkes Hinwendung zur französischen Sprache als seines neuen Mediums, in den Valéry-Übertragungen und den eigenen französischen Gedichtkreisen. Er führt uns damit bis ins Jahr 1925 und zu Rilkes langem letzten Paris-Aufenthalt, schon überschattet von der Krankheit. Auch hier macht uns der Verfasser mit den vielen Menschen vertraut, denen er begegnet, darunter Christiane von Hofmannsthal und ihr Vater – und geht auf den „Fall Rilke“ ein, der deutsche Zeitungen darüber klagen lässt, dass ein deutscher Dichter in Frankreich gefeiert wird.
„Je est un autre. Ich ist ein anderer [Rimbaud]. Der Dichter war nach wie vor ein Seher, der bereit war, alles zu opfern, was seiner Aufgabe hinderlich war. Und so trat er ins letzte Jahr seines Lebens ein“ (S.451). Im Oktober 1925 schreibt Rilke sein Testament, in dem er auch die Verse für seinen Grabstein bestimmt: „Rose, oh reiner Widerspruch...“ Dabei wird er am 4.Dezember erst 50 Jahre alt: Berge von Post erreichen ihn an diesem Tag. Noch immer ist seine Krankheit, die er seit 1923 schon als bedrohlich empfindet, nicht erkannt. Freedman nennt das abschließende Kapitel seiner Biographie „Das letzte Wort“; besonderes Augenmerk schenkt er der Korrespondenz Rilkes mit der russischen Lyrikerin Marina Zwetajewa, für die der Dichter eine letzte Elegie schreibt: „O die Verluste ins All, Marina, die stürzenden Sterne!...“
Sorgsam begleitet der Verfasser Rilke in seiner letzten Lebenszeit, die ihm noch ein Wiedersehen mit Paul Valéry vergönnt, dessen Zustimmung zu den Gedichtkreisen „Vergers“ und „Quatrains Valaisans“ Rilke beglückt und ermutigt hatte. Seine letzte Arbeit galt Valérys: „Tante Berthe“, die Übertragung diktierte er Génia Tschernorwitowa, einer jungen Russin, die als seine Sekretärin in den letzten Wochen um ihn war. Als dann endlich Rilkes Leiden als Leukämie erkannt wurde, gab es keine Hilfe. Am 29.Dezember 1926 ging sein Leben zuende. Freedman verweist auf die „Zehnte Elegie“: „Wie der früh verstorbene Jüngling ... zog dieser viel ältere Mann so einsam, wie er es im Leben immer hatte sein wollen, den Berg hinauf: ‚Einsam steigt er dahin, in die Berge des Ur-Leids’. Und der Dichter hatte hinzugefügt: ‚Aber erweckten sie uns, die unendlich Toten, ein Gleichnis, / siehe, sie zeigten vielleicht auf die Kätzchen der leeren / Hasel, die hängenden, oder / meinen den Regen, der fällt auf dunkles Erdreich im Frühjahr...’“ (S.490).
Auch eine ausführlichere Vorstellung dieser Biographie könnte ihr nicht wirklich gerecht werden, so groß ist die Fülle der in sie eingegangenen Beobachtungen im Verlauf dieses Lebens, zu vielfältig die zwischen Leben und Werk aufgezeigten Bezüge. Die Lektüre öffnet dem Leser die Augen für das Wesen der Inspiration, ihr Kommen und ihr Ausbleiben, und für den Künstler, der dem ausgesetzt ist. Anton Kippenberg hat überliefert, Rilke habe einmal gesagt: „Man kann auch am Schreibtisch ein Held sein“ – die Geschichte seines Lebens lässt uns das Gemeinte verstehen.
Wie im ersten Band von Ralph Freedmans Rilke-Biographie ist auch hier der reichhaltige Anhang zu loben, zumal das „Literatur- und Siglenverzeichnis“; „Quellen und Anmerkungen“ umfassen allein 85 Seiten, schließlich ergänzt durch ein Werk- und Personenverzeichnis. Ganz besonders hervorzuheben ist einmal mehr die Arbeit Curdin Ebneters, des sachkundigen und sprachmächtigen Übersetzers.
Renate Scharffenberg