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Beiträge zur geistigen Situation der Gegenwart Jg. 9
(2008), Heft 1
Marburger Forum: Herr Dr. Kahle, Sie sind Bürgermeister der Universitätsstadt Marburg. Bevor wir Sie nach Ihren Aufgaben fragen, möchten wir Einiges aus Ihrer Biografie erfahren. Wann und wo wurden Sie geboren, wo sind Sie aufgewachsen, wie verlief Ihr Ausbildungsweg?
Kahle: Geboren bin ich am 12.6.1959 in Rheda, heute Rheda-Wiedenbrück. So steht es im Paß, aber dort war nur die Klinik. Aufgewachsen bin ich als sechstes von neun Kindern auf einem Bauernhof in Stromberg/Westfalen - das liegt so grob zwischen Münster und Bielefeld und gehört heute zu Oelde. Grundschule in Stromberg, Thomas-Morus-Gymnasium in Oelde, u.a. Mitarbeit an der Schülerzeitung und Schülersprecher. Nach dem Abitur (2,6) zunächst ein knappes Jahr Arbeit in einer Möbelfirma, danach Beginn des Philosophie-Studiums in Marburg. Wieso Marburg? Meine Schwester studierte bereits hier und außerdem lehrte hier der Bloch-Schüler Holz. Nach Aufnahme des Studiums habe ich in einem kleien Zimmer im Lahntor gewohnt und so ziemlich alle für Erstsemester angebotenen Philosphie-Veranstaltungen besucht, vor allem natürlich die bei Hans-Heinz Holz.

Das Philosophie-Studium habe ich aber bereits nach einem Jahr unterbrochen, um bei den (u.a. auch von mir selbst mit) neu gegründeten Grünen bei den Landtagswahlen als Direktkandidat im Kreis Warendorf auf Stimmenfang zu gehen. Mit zwei Freunden aus dem Abiturjahrgang zusammen haben wir uns auf unsere Kosten einen Käfer gekauft, Wahlkampfmaterial besorgt und sind dann im Landkreis hin und her gefahren. Die Grünen waren ja für viele Leute was völlig Neues und wir beseelt vom Kampf gegen das Politestablishment und die Atomallianz aus SPD und CDU. Natürlich auch gegen die hemmungslos die Umwelt ruinierende Kohle- uind Stahllobby, die ja vor allem auch aus Politikern der SPD wie Bundeskanzler Schmidt, aber auch Lafontaine und den führenden Gewerkschaftsführern bestand. Es war zwar von vornherein klar, dass die Grünen keine Chance zum Einzug in den Landtag hatten. Aber der von "Stoppt Strauß!" dominierte Landtagswahlkampf (Ministerpräsident war und blieb Johannes Rau) brachte den Grünen damals sogar landesweit nur 0,9 Prozent und noch keinen Einzug in den Landtag - ich stand aber auch gar nicht auf der Landesliste.
Danach Rückkehr nach Marburg und Aufnahme des Jura-Studiums als Zweitstudium. Philosophie-Veranstaltungen habe ich bei fast allen Professoren und Dozenten, die dies angeboten haben, belegt: bei Lüder Gäbe, Reinhard Brandt, Peters, Regelmann, Joachim Kahl, Guddopp, Burkhard Tuschling, Katharina Kanthack, Tetens und anderen. Den Schwerpunkt bildeten Veranstaltungen bei Tuschling und Brandt. Nach erneuter Unterbrechung des Studiums für studentische Politik (ein Jahr Parlamentspräsident, ein Jahr AStA-Vorsitzender) habe ich dann ab 1985 aber nur noch für das Jura-Studium gelernt und 1986 das 1. Examen abgelegt. Den Vorsatz, auch noch in Philosophie zu promovieren - was man damals als regulären Abschluß konnte - bei Tuschling oder Brandt - habe ich aber nicht umgesetzt.
MF: Dabei sollten wir noch etwas verweilen, denn das wird unsere Leserinnen und Leser besonders interessieren: Sie haben Philosophie studiert, dann aber in die juristische Fakultät gewechselt. Warum? War das Veranstaltungsangebot nicht gut, oder schien Ihnen die Philosophie überhaupt eher unwichtig zu sein, oder handelte es sich mehr um eine subjektive Einstellung und Interessenlage?
Kahle: Mir schien das Philosphiestudium nach dem Fach Philosophie in der Oberstufe zunächst ideal. Ich mußte aber bald merken, dass ich mich falsch eingeschätzt hatte. Ich war (und bin) nicht die Leseratte, die sich durch Hegel, Heidegger oder Bloch frißt. Kant und Marx lagen mir noch am ehesten - man sieht doch was und wo. Die Haltbarkeit oder auch Haltlosigkeit philosophischer Grundeinschätzungen hat mich zwar interessiert, der ganze Wortballast darum herum war leider nichts für mich. Das heißt nicht, dass ich die manchmal zitierte Einschätzung eines Philosophen teile, dass es sich bei den ihm nicht genehmen Philosophien um "semantische Umweltverschmutzungen" handele. Ich denke, dass es sich lohnt, auch unbequeme und sperrige Theorien zur Kenntnis zu nehmen - heißen die Autoren nun Heidegger, Singer oder Gorz.
Vielleicht wäre ich bei Philosohie "hängen geblieben", wenn Hans-Heinz Holz in Marburg geblieben wäre. Zwar bin ich weit von vielen seiner Positionen entfernt - heute weiter als früher. Er hat ja auch so manchen Unsinn vertreten - vor allem, wenn er sich politisch geäußert hat. Ein negativer Höhepunkt seiner Elegien auf die Forschung im "Osten" war mal, dass er meinte, man könne Atomforschung ohnehin nicht sinnvollerweise bekämpfen, weil die Forscher immer nach Erkenntnissen strebten. Und bestimmte Erkenntnisse gewänne man nur beim Betrieb von Atomkraftwerken – die im Sozialismus natürlich sicher seien. (Hoffentlich hat er das Manuskript nach Tschernobyl verbrannt.) Aber Holz konnte fesseln, begeistern - auch wenn man seine Macken kannte oder davon hörte. Bei seinem Reden, Dozieren war der ganze Körper in Bewegung, immer herzlich, immer etwas verschmitzt, immer für einen überraschenden Gedanken gut. Und er ist, so glaube ich, ja auch wirklich ein sehr kluger Kopf. Oder ich wäre der Philosophie treuer geblieben, wenn ich mich frühzeitig eindeutiger auf Brandt oder Tuschling eingelassen hätte. Aber Jura bot ein lernreiches Kontrastprogramm, das mit Rechtsphilosophie bei dem soeben verstorbenen, stockkonservativen Ernst Wolf oder Rechtssoziologie bei Brun-Otto Bryde durchaus Tiefgang hatte. Auch die Kriminologie-Vorlesungen von Dieter Meurer zum "Marburger Programm" von Franz von Liszt, zu Kriminalitätstheorien oder zu den Anfängen der Präventionstheorien boten beste philosophische Nahrung. Nicht zuletzt war aber für mich - so glaube ich - bei dem weiteren Studienverlauf etwas ganz anderes entscheidend: Es gab in Jura eine richtig große Clique, in der man gemeinsam lernte, sich außerhalb der Uni traf und sich im Studienablauf Ziele setzte. In Philosophie waren wir doch allenfalls mal bei einem Seminar oder einer Arbeit im Team - ansonsten machte jede/r sein/ihr eigenes Ding.
MF: Sie haben dann in Jura promoviert. Mit welchem Berufsziel? Was kam nach dem Studium?
Kahle: Nach dem Studium habe ich ein Jahr bei Dieter Meurer am Strafrechtslehrstuhl als Hilfskraft gearbeitet - Klausuren korrigiert, Veröffentlichungen zugearbeitet etc. Dann folgte das Referendariat ebenfalls hier in Marburg. Da ich sowohl Studium als auch Referendariat mit Glück überdurchschnittlich abgeschlossen hatte, war für mich nach dem 2. Staatsexamen 1991 keine Eile angesagt. (Es gab wegen der Öffnung im Osten ja Stellen für Juristen in Hülle und Fülle.) Daher bin ich dann zu dem - leider verstorbenen - Dieter Meurer an den Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozeßtrecht und Kriminologie gegangen, um dort mit voller Stelle als Assistent zu arbeiten und zu promovieren. Meurer kannte ich bereits aus der Studentenpolitik. Er war als Vorsitzender der CDU-nahen Hochschulunion schon einer unserer Lieblingskontrahenden im universitären Konvent, wenn die Grün-Bunt-Alternative Liste z.B. mit geschminkten Gesichtern den Uni-Präsidenten Walter Kröll zum Jahresbericht empfing. Meurer hätte mich aber nicht genommen und ich wäre nicht zu Meurer gegangen, wenn in ihm nicht neben seinen konservativen Ansichten ein liberaler, vitaler Freigeist gelebt hätte. Die fünf Jahre Zusammenarbeit bei und mit ihm waren großartig - sowohl in der Zusammenarbeit als auch in unserer "Produktion". Die gemeinsam geplanten Institutsexkursionen zum BGH, BVerfG, nach Polen und in die Vogesen sowie die ebenso alkoholhaltigen Sommerfeste im Bauerbacher Forst sind bei den teilnehmenden Studierenden unvergessen. In dieser Zeit konnte ich meine Promotion über den "Mißbrauch von Titeln, Uniformen und Abzeichen" zum § 132a StGB mit magna cum laude abschließen. Zweitgutachter war Prof. Freund, der weiterhin hier am Fachbereich ist und mit meiner damaligen Zimmernachbarin am Institut, Eva Graul, die heute als Prof. in Heidelberg lehrt, wurde so ziemlich jede Frage vor- und zurück diskutiert.
Danach habe ich ein Jahr in der Wirtschaftsstrafrechtsabteilung einer Großkanzlei in Frankfurt/Main gearbeitet. Damals hieß die Kanzlei mit mehreren hundert Anwältinnen und Anwälten Pünder Volhard Weber & Axster, heute heißt sie CLIFFORD CHANCE oder vielleicht schon wieder anders. Ich habe die Kanzlei ein Jahr später verlassen als mir die Möglichkeit gegeben wurde, ein Richteramt in Marburg zu übernehmen. Dort habe ich zunächst als Zivil- und Strafrichter gearbeitet, wurde dann für ein Jahr mit dem gleichen Aufgabengebiet nach Alsfeld versetzt, um schließlich erneut in Marburg zunächst als Einzelrichter in Strafsachen zu arbeiten und später das Amt des Vorsitzenden des Schöffengerichts zu übernehmen. Zeitgleich übernahm ich die Aufgabe als Pressesprecher des Amtsgerichts.
MF: Fragen wir nach Ihren politischen Interessen. Ab wann ungefähr begannen Sie, politisch zu denken? Und wie sind Sie zu den Grünen gekommen?
Kahle: Ein entfernt lebender Onkel hatte für meine Mutter aus irgend einem Grund den "Rheinischen Merkur" abboniert - eine konservative Wochenzeitung. Die habe ich - glaube ich - schon mit 12 Jahren jede Woche auszugsweise gelesen. Obwohl ich in der Schule eher schlecht war - darauf habe ich mich mitwochs immer gefreut. (Wer weiß schon genau, woher solche skurillen Interessen bei Kindern kommen.) Damals gingen übrigens Freiheitsideale wie sie mir durch Che Guevara und Fidel Castro verkörpert schienen oder Friedensideale wie Mahatma Gandhi für mich noch ideal mit Franz-Josef Strauß und der CDU/CSU zusammen. Der Tod Salvador Allendes im Septmerber 1973 hat mich damals sehr berührt (vor allem, weil ich damals von Mord und nicht, wie heute wohl als wahrscheinlicher gelten kann, von Freitod ausging). Enttäuscht war ich auch von den bundesdeutschen Reaktionen von CDU und auch von Teilen der SPD. Aber erst mit 16, 17 hat mich in Sachen Atomkraft und Umweltzerstörung ein Mitredakteur in unserer Schülerzeitung infiziert. Spätestens mit dem deutschen Herbst kam für mich auch der Bruch mit meinen jugendlichen konservativen Idealen. Es gab zwar von mir keinerlei Sympathie für die RAF oder ihre Protagonisten. Aber der martialische Umgang von Schmidt und Co. war nicht zum Aushalten. Entscheidend war aber für mich die Energie- und Umwelt- bzw. Autopolitik der großen Parteien. Wir sind dann mit einer kleinen Gruppe von Abiturienten und ein paar anderen 1979 in die von dem aus der CDU ausgetretenen Bundestagsabgeordneten Herbert Gruhl gegründete Grüne Aktion Zukunft (GAZ) eingetreten. Zum einen gab es bei uns im Kreis Warendorf keine Grüne Liste; zum anderen war ich der Meinung, dass das mit den Basisinitiativen schön und gut war, dass aber ein bundesweiter Zusammenschluß her mußte. Der ist dann Ende 1979 (u.a. mit Rudi Dutschkes Hilfe) auf einem Treffen von ein paar hundert Leuten in Offenbach ja auch zögerlich begonnen worden - wenn auch erst als "S.P.V." (Sonstige Politische Vereinigung).
SPD und CDU waren zu dieser Zeit, was Atom und Kohle und übrigen Umweltschutz betraf, ja im wesentlichen einer Meinung und völlig indiskutabel. Es gab zwar Erhard Eppler oder Volker Hauff bei der SPD und Gruhl bei der CDU - aber die Richtung ging munter Richtung Ausbau Atomindustrie: Der Hochtemperaturreaktor in Hamm-Uentrop und der schnelle Brüter in Kalkar sollten als Prototypen den Durchbruch in das Zeitalter der "Kernenergie" bringen. Heute wissen wir, dass dies vom Staat bezahlte Milliardengräber für das Atomzeitalter waren. Aber Bundeskanzler Schmidt und Ministerpräsident Rau wollten ihren Weg zum Atomstaat ja zur Not auch mit Polzeigewalt durchknüppeln. Und auch die Gewerkschaften - nicht nur die IG Chemie - waren voll auf Linie.
MF: Diese Inhalte der Politik Ihrer Partei haben Sie damals, in der Aufbruchszeit, besonders bewegt - und wie ist das heute?
Kahle: Nun ja, die CDU hat sich ja sogar bis heute nicht vom Atom gelöst - eng verflochten und an der Leine der Interessen der "Großen Vier" (e.o.n, RWE, vattenfall, EnBW). Der SPD haben wir es leider bis 2018 zu verdanken, dass nach wie vor (das muß man sich immer wieder klar machen) mehr Geld zur Subventionierung des Steinkohleabbaus ausgegeben wird als für die Förderung erneuerbarer Energien! Mindestens 30 Milliarden Euro bis 2018! Natürlich auch kein Wunder, wenn SPD-Minister Müller plötzlich Vorsitzender des Vorstandes der Ruhrkohle AG ist. Die CDU und zum Teil auch die SPD sind weiterhin zuwanderungsfeindlich. Migrantinnen und Migranten werden als Spielmasse des politischen "Bashing" benutzt - so wie momentan von Roland Koch. (Übrigens auch von dem rechtspopulistischen Oskar Lafontaine, der als SPD-Mitglied früher wie heute als "Linken"-Führer keine Skrupel hat, über rußlanddeutsche Zuwanderung zu schwadronieren (... sogar "Flüchtlinge aus Afrika" seien ihm lieber... ) oder das Brandstifter-Wort von den "Fremdarbeitern, die Familienvätern den Job wegnehmen" in seine Haßtiraden einzuflechten. Kein Wunder, dass Lafontaine es für "völlig normal" hält, wenn in Ostdeutschland ein "Linker" die Partei Richtung NPD verläßt.) Aber das größte Übel unserer Zeit: CDU, SPD und FDP sind leider bis heute uneingeschänkt Rüstungsparteien geblieben. Am "Deutsche Waffen, deutsches Geld - morden mit in aller Welt"-Prinzip haben die grünen Mitregierungsjahre wenig ändern können.
Eine konsequentere Umstellung unserer Lebensverhältnisse in sehr einfachen Dingen bewegt mich bis heute am meisten: Wie unsere Wirtschaftskreisläufe arbeiten, wie unser Geld arbeitet. Unsere Sparkassen sind alle öffentlich-rechtlich, aber weit davon entfernt, nur ethisch vertretbare Geldgeschäfte zu machen. Da gibt es zwar die Nürnberger Umweltbank oder die GLS-Bank. Aber unsere kommunal gehaltenen Banken finanzieren und refinanzieren alles - egal woher oder wohin das Geld geht. Genauso die eigentlich dem Gemeinwesen verpflichteten Genossenschaftsbanken. Ordentliche soziale Verhältnisse hier und anderswo zu fordern ist das eine, aber das Geld nur da arbeiten zu lassen, wo es zum Beispiel nicht für die Produktion von Landminen eingesetzt werden kann, ist das andere. Kriegerische Verhältnisse auf der Welt sind ja nicht schicksalsgegeben, sondern die Folge der Tatsache, dassl damit viel Geld verdient werden kann.
Energiepolitik regt mich natürlich heute ebenso wie vor 20 Jahren auf. Und heute treffe ich CDUler, FDPler und SPDler, die mir als grünem Rotzlöffel vor 25 Jahren schon gesagt haben, dass Windkraftanlagen mit über 100 kw Leistung unmöglich und daß das alles "gefährliche grüne Spinnereien" seien. Jetzt sagen die gleichen Personen, ohne rot zu werden: Na gut, 5 MW sind möglich - aber bitte, wo bleibt das Landschaftsbild!? CDUler und SPDler sagen das, deren Parteien übrigens Garzweiler II durchsetzen, wo - soweit das Auge reicht! - Landschaft wortwörtlich abgebaut und weggebaggert wird. Die für den ostdeutschen Braunkohlewahnsinn ganze Dörfer verschwinden lassen.
Und natürlich hat der große gesellschaftliche Fortschritt, den uns die anderen Parteien immer wieder versprechen, nicht alle mitgenommen. Es ist kein Zufall, dass in Düsseldorf beim vodafone-Prozess oder in Wolfsburg bei VW auch Betriebsräte auf der Anklagebank saßen bzw. sitzen. Eine gerechtere Verteilung des zu verteilenden Einkommens hätte auch die Möglichkeit, mehr Arbeit anzubieten, zur Folge. Aber man muß sich darüber klar sein, dass dies nicht nur für die "Reichen" Einschnitte zur Folge hätte.
MF: Kommen wir nun zu Ihrer jetzigen Tätigkeit. Wie kam es zu Ihrer Wahl?
Kahle: Ich war 2001 seit gut 10 Jahren Stadtverordneter und in Marburg Richter am Amtsgericht. Meine Vorgängerin im Amt als Stadträtin, Ulrike Kober, war seit der Neuauflage der rot-grünen Koalition 1997 unsere Dezernentin. 2001 kam es dann zu starken Konflikten zwischen der Grünen Fraktion und unserer Dezernentin - es ging um verschiedene Fragen. Der Konflikt hat sich dann nach verschiedenen Vermittlungsversuchen auf die Frage zugespitzt, ob wir die neue Amtsperiode auch mit ihr als Dezernentin bestreiten sollten - immerhin war sie noch bei der Kommunalwahl unsere Spitzenkandidatin gewesen. Letztlich hat dann die Fraktion mit großer Mehrheit dafür votiert, mich als neuen Dezernenten vorzuschlagen. Ich habe dann nach einigem Überlegen mein Richteramt aufgegeben und mich zur Wahl gestellt.
MF: Sie sind für zwei große Ressorts zuständig. Welche sind das?
Kahle: Nun, wir haben - im Vergleich mit der etwa gleich großen Universitätsstadt Gießen - nur 3 Dezernenten, Gießen hat vier. Schon deshalb sind die Dezernatszuschnitte bei uns vielleicht auch größer als in der Nachbarstadt.
Ich bin zunächst für den Fachbereich 5 zuständig, "Kinder, Jugend und Familie". Im allgemeinen Sprachgebrauch ist dieser Fachbereich besser bekannt als das "Jugendamt" mit den Bereichen Zentrale Jugendhilfedienste, Jugendförderung, Soziale Dienste und Kinderbetreuung. Dann der Fachbereich 6, "Planen, Bauen, Umwelt", besser bekannt als Bauamt. Hier sind die Einzelbereiche Bauverwaltung und Gebäudewirtschaft und Vermessung, Stadtplanung mit Unterer Denkmalschutzbehörde, Grundstücksverkehr, Bauaufsicht, Hochbau, Tiefbau.
Daneben ist noch eigenständig der Bereich Umwelt und Stadtgrün mit dem Umweltamt, der Natuschutzbehörde, der Friedhofsverwaltung und dem Grünflächenamt.
Ferner bin ich zuständig für die Stadtwerke Marburg und dort Vorsitzender des Aufsichtsrates und im Auftrag der Stadt Mitglied in einigen weiteren Gremien.
MF: Welches sind die gegenwärtigen Hauptprobleme, mit denen Sie im Bereich Kinder, Jugend, Familie konfrontiert werden?
Kahle: Weniger Probleme als Aufgaben und Herausforderungen.
Die Möglichkeiten der Kinderbetreuung müssen weiter ausgebaut werden. Wir brauchen mehr Ganztagsplätze und mehr Plätze für unter 3-jährige Kinder. Wir sind zwar hessenweit vorn, aber wir wollen besser werden.
Der Schulalltag droht Kinder und Jugendliche, vor allem die Schwächeren, zu überfordern. Sprachtests, Leistungsmessungen, Aussortieren und Aufteilung in drei Schulformen, Ganztagsschulentwicklung mit Erhöhung des Drucks, soialpädagogische Betreuung für schwierige Schüler und Aussortierung aus dem "normalen Schulbetreib" und G8, Beschulung von Schülerinnen und Schülern über große Strecken und Herankarren mit Bussen - all das sind Entwicklungen, denen die Jugendhilfe nicht tatenlos zusehen darf.
Junge Familien brauchen frühzeitig Hilfestellung bei der Frage des Umgangs mit Kleinkindern. Hier helfen keine hysterischen Attacken aus Talk-Shows. Wer familiennahe Betreuung und Unterstützung will, muß entsprechende Netzwerke auch finanzieren. Es ist momentan eine große Herausforderung, die gestiegenen öffentlichen Erwartungen in diesem Bereich einerseits zu erfüllen und andererseits Familien auch wirkliche Unterstützung (und nicht Repression oder Angst vor Repression) zu geben.
MF: In der Marburger Öffentlichkeit sind Sie natürlich bekannter, weil Sie mit dem zweiten Bereich Planen, Bauen, Umwelt zu tun haben. Zwischendurch gefragt: Wie ist denn nun der Stand der Dinge, was das Bauvorhaben am Rübenstein angeht? Ist die Sache endgültig vom Tisch? Und wieso durfte eigentlich das Fachwerkhaus, das dort stand, abgerissen werden? (Für Nicht-Marburger: Aus unerfindlichen Gründen hat das Bauamt einen Antrag genehmigt, dessen Ausführung die Aussicht von einem sehr schönen Platz der Oberstadt, der viele Touristen anzieht und auch für die Marburger Bürger ein besonderer Identifikationspunkt mit ihrem Wohnort ist, empfindlich beeinträchtigt hätte. Ein Neubau sollte die Mauer des Platzes erheblich überrragen.)
Kahle: In Sachen Rübenstein wird nun nach der Anhörung des Eigentümers ganz unaufgeregt geprüft, ob die Genehmigung zurückgenommen oder widerrufen werden kann. Hier ist keine Eile, weil der Bauherr ja ohnehin diese Baugenehmigung nicht umsetzen will. Aber ich hoffe immer noch, dass wir kurzfristig gemeinsam mit dem Bauherrn eine Person finden, die dort einen schönen Neubau realisiert. Leider hatte die ins Alter gekommene Vorbesitzerin in ihren letzten Lebensjahren das Haus völlig verkommen lassen, so dass es nicht nur unbewohnbar, sondern auch nicht mehr sanierungsfähig war. Es mußte daher abgerissen werden. Sehr schade, aber solche Entwicklungen sind in Einzelfällen sicherlich auch in Zukunft nicht zu verhindern, weil die Möglichkeiten einer Kommune, das vom Eigentümer bewohnte Haus vor dem Verfall zu bewahren, begrenzt sind.
MF: Marburg wandelt sein Gesicht: Die neue Mitte, nun auch das sogenannte Marktdreieck, die Neugestaltung der Ketzerbachstraße, sowie des Vorplatzes der Elisabethkirche und, ganz entscheidend, die Planung, die Geisteswissenschaftlichen Institute der Universität wieder an die Stadt anzugliedern - sind das mehr oder weniger zufällige Teilstücke einer baulichen Umstrukturierung, oder gibt es einen Gesamtplan, eine Idee, wie Marburg im 21. Jahrhundert aussehen sollte und könnte? Welches wäre Ihre Vorstellung?
Kahle: Ketzerbach-Neugestaltung und Elisabeth-Kirchen-Umfeldsanierung sind zum großen Teil aus den Programmen der Sanierungsförderung mitfinanziert. Dies ist konsequent, weil es inhaltlich zum einen um die Fortführung der großartig gelungenen Altstadtsanierung der 70er und 80er Jahre und damit um die Fortsetzung der Sanierung der zentralen Innenstadtbezirke geht. Zum anderen nehmen wir aber heute andere Dinge in den Focus: Heute ist nicht mehr die autogerechte Stadt unser Ziel. Wir werden - im Rahmen unserer Finanzen - Asphaltbeläge zugunsten von Naturstein und Pflaster zurückdrängen. Wir werden versuchen, der Kernstadt nach und nach eine schönere, fußgänger- und fahrradfahrerfreundlichere Straßen- und Gehweggstaltung zu geben. Hybride Straßenschluchten wie die Biegenstraße oder Teile der Universitätsstraße werden wir zurückbauen. Als ehrgeiziges Projekt wollen wir innerhalb 10 Jahren weitere 1000 zuätzliche Bäume in den innerstädtischen Straßen pflanzen, z.B. Liebigstraße, Deutschhausstraße, Wolffstraße, vorderer Teil der Uni-Straße etc. Kostenlose PKW-Stellplätze sollten nach und nach völlig im öffentlichen Straßenraum verschwinden. Mit Bewohnerparken und bewirtschafteten Parkplätzen und einem ausgeweiteten Stellplatzangebot in den Parkhäusern drängen wir das Auto aus dem öffentlichen Bereich zurück und erhöhen zugleich die Mobiltät durch unsere nach und nach auf Gas umgerüstete Busflotte.
MF: Wird die Stadt Einfluss auf den Bau der Institute neben dem Alten Botanischen Garten nehmen können, oder wird die Universitätsleitung oder das Land als Bauherr bestimmen, wie dieses neue Marburger Viertel aussehen wird? Immerhin wird das Vorhaben für einen Teil der Nordstadt, die Umgebung der Elisabethkirche und den unteren Steinweg etc. erhebliche Auswirkungen haben. Man stelle sich nur einmal vor, in unmittelbarer Nachbarschaft dieser Kirche würden sich gesichtslose Betonblöcke erheben. Das wird hoffentlich nicht geschehen? Und was wird mit dem Alten Botanischen Garten?
Kahle: Wir haben vorbereitend zur Ausschreibung eine große Bürgerbeteiligung durchgeführt. Der neue Campus am Botanischen Garten wird Ergebnis eines breit angelegten Architektenwettbewerbs sein - ich bin gespannt auf die Architekturvorschläge und den Ideenwettbewerb. Die Wettbewerbsergebnisse werden der Öffentlichkeit vorgestellt inklusive der Überlegungen zur Einbindung des Alten Botanischen Gartens. Dieser bleibt im übrigen unangetastet. Ich bin mir sicher, dass wir einen neuen Campus mit eigenem Gesicht passend zum Leben und Studieren in der alten Stadt entwickeln werden.
MF: Ist es nicht unbeschreiblich schade, dass die Gebäude von Marburgs neuer Mitte, etwa das Erlenringcenter oder auch die Bank, sowie natürlich das Marktdreieck, architektonisch so einfallslos sind?
Kahle: Die Einschätzung der Fragestellung teile ich nicht. Das Cineplex, den Kunstverein und das Gebäude der Marburger Bank halte ich für sehr gelungen. Natürlich ist es kein Fachwerk und natürlich sind es keine Bauten mit Anlehnungen an die Architektur der Alten Universität. Als architektonisch weniger gelungen erachte ich das Best Western und das Erlenring-Center. Aber bei dem Hotel und den beiden Einkaufscentern muß ich neben der architektonischen die funktionelle Frage stellen dürfen: Was wollen wir denn in der Innenstadt? Wir wollten eine Entwicklung wie in anderen Städten verhindern, dass immer stärker auf die "grüne Wiese" abgewandert wird. Wir haben gegen politischen Widerstand das Kino in die Innenstadt gebaut und nicht vor die Stadt - eine richtige Entscheidung. Auch die Ansiedlung von Erlenring-Center und Marktdreieck in der Innenstadt setzt richtige Akzente. Natürlich erfordern Einkaufszentren bestimmte Kubaturen. Die Kritik an bestimmten Marburger Neubauten erschöpft sich doch häufig darin, dass etwas "nicht schön" oder "einfallslos" ist. Ich wäre mal gespannt, wenn ein/e Architekt/in wirklich einmal versuchen würde, große, moderne Architektur in Marburg umzusetzen. Ich erlebe vor allem, dass viele Kompromisse gebaut werden. Außerdem glaube ich, dass es in nächster Zeit vor allem darauf ankommen wird, nachhaltig zu bauen. Das Marktdreieck hat als erstes gewerbliches Gebäude in Marburg eine Photovolataik-Fassadenanlage größeren Ausmaßes. Die Kombination von Energieverbrauch, Energieproduktion und dem Wohn- und Raumklima wird unsere Baudebatte künftig sehr viel stärker beschäftigen. Natürlich wünsche ich mir, dass wir in dieser Stadt den Mut haben, auch neue und gute Architektur umzusetzen, selbst wenn sie sich von der historischen Stadt abhebt.
MF: Eine Frage, die nicht auf die unmittelbare Zukunft zielt. Neben der Oberstadt und der Universität könnte die Lahn eine der großen Attraktionen Marburgs sein. Aber der Fluss wird von der Stadtautobahn bedrängt, der Rudolphsplatz bietet keinen rechten Zugang zu ihm und lädt sowieso nicht zum Verweilen ein, ein neues Lokal (Hugo's) grenzt seinen Außenbereich durch eine Betonmauer von ihm ab - man könnte mehr aufzählen. Halten Sie es für möglich, dass langfristig die Lahn auf ästhetisch ansprechende Weise in die Marburger Stadtlandschaft reintegriert werden könnte?
Kahle: Wir haben im letzten Jahr groß angelegt die Lahn-Studie erarbeitet. Mit einer sehr breiten Öffentlichkeitsbeteiligung. Wesentliche Ergebnisse werden wir in den nächsten Jahren umsetzen: Die Ufer werden im wesentlichen Auto-frei, indem wir die Freizeitflächen erweitern. Wir werden - möglicherweise noch in diesem Jahr - an der Mensa eine große Freitreppe an der Lahn errichten und hier dringend erforderlichen Hochwasserschutz und Stadtraumgestaltung miteinander verbinden. Wir wollen neue Wegeverbindungen entlang der Lahn schaffen und - als Vision - die kanalartig ausgebaute Lahn am Südviertel wieder etwas mäandrieren lassen. Das alles wird gut 10 oder 20 Jahre dauern. Aber die Frage intendiert die richtige Antwort: Unser schöner kleiner Fluß, lange Bestandteil des Namens, muß erlebbarer werden. Dazu gehört allerdings auch, dass wir im Innenstadtbereich einen Lärmschutz an der Autobahn durchsetzen müssen. Denn diese zerstört weitgehend die Erholungsqualitäten allein durch ihren Krach.
MF: Wenn Sie auf die vor Ihnen liegende Amtszeit blicken - welche besonderen Akzente möchten Sie setzen, was sollte von Ihrem Wirken überdauern, also die Stadt ein Stück weit prägen?
Kahle: Wir sind in Hessen die Stadt mit einem der besten Angebote für Kinderbetreuung. Das muß aber in der Quantität trotzdem noch mehr werden (nach oben ist noch Luft). Und unser Team hat einige Vorstellungen, wie wir es auch qualitativ noch besser aufstellen können. Unsere Gesellschaft schickt sich zu einem großen Unsinn an: Kindern und Jugendlichen die glückliche Zeit der Jugend zu nehmen. In unseren Betreuungseinrichtungen und Kindertagesstätten sollte spielerisch gelernt und mit Spaß und Bewegung Wissen und Qualifikation erworben werden. Nicht mit Sprachstandstests, Noten und Aussonderung. Gemeinsames Lernen aller Kinder mit unterschiedlichsten Fähigkeiten von Anfang bis zum Erwachsenwerden - das wäre ein Ideal.
Baupolitisch wünsche ich mir kommunal die Energiewende sichtbar und machbar werden zu lassen: Ich hoffe, dass wir in einigen Jahren als Kommune mit unseren Bauten mehr Energie erzeugen als wir verbrauchen. Dass wir mehr in der Region für Energieerzeugung investieren und damit den örtlichen Arbeitsmarkt stärken.
Und zuletzt das wichtigste für Marburg: Dass wir jetzt für die nächsten Jahrzehnte eine glückliche Hand bei der gemeinsamen Planung der Zukunft der Philipps-Universität haben. Ich bin überzeugt, dass wir uns auf den richtigen Weg gemacht haben - hoffentlich stimmen die Ergebnisse in 10, 20 Jahren.
MF: Sprechen wir von der über Marburg hinausgreifenden politischen Situation. Die Grünen haben gerade einen Katalog sozialpolitischer Forderungen vorgelegt. Könnten Sie uns die Kernstücke kurz erläutern? Könnte bei einer entsprechenden Umsetzung der drohende Umbau Deutschlands zu einer Zweiklassengesellschaft verhindert werden?
Kahle: Es geht doch bei Mindestlohn, Grundeinkommen, Basisrente etc. um eins: Gesellschaftlicher Wohlstand ist ausreichend vorhanden - aber wie verteile ich ihn. Es gibt auch genug gesellschaftliche Arbeit - aber wie verteile ich sie korrekt, wie bezahle ich sie und - natürlich - wie sorge ich dafür, dass sie auch erledigt wird. Wir haben seit langem eine wachsende Trennung von denen, die im System sind und am Wohlstand partizipieren und denen, die "draußen" sind. Unser Vorschlag ist, dass zunächst einmal alle Sozialleistungen so zusammengefaßt werden, dass es eine Grundfinanzierung aller gibt. Ich glaube aber nicht, dass diese zum guten Leben ausreichend sein wird. Es muß daneben mit Kombilöhnen Anreize geben, sich darüber hinaus etwas zu verdienen. Denn ich glaube, dass fast alle sehr gerne arbeiten würden. Und die, die nicht arbeiten wollen, haben entgegen der Meinung von Franz Müntefering sehr wohl das Recht, auch was zu essen. In unserer sehr produktiven Gesellschaft können auch Menschen leben, die auf sehr niedrigem Niveau nicht arbeiten wollen - aber das würden sehr wenige sein. Unsere Erfahrungen aus den 1-Euro-Jobs ist doch, dass die Leute sehr sehr gerne arbeiten, um Beschäftigung und Anerkennung zu haben. Deutlich bin ich der Meinung, dass Gehälter auch nach oben begrenzt sein müßten. Leider gibt es da eine Allianz aus Unternehmen und Gewerkschaften. Denn in den fetten Unternehmen beschließen die Aufsichtsräte samt den gewerkschaftlichen Stimmen Gehälter, die zum Himmel schreien.
MF: Würden Sie für die Wahl in Hessen eine Prognose abgeben - oder jedenfalls sagen, welches Ihr Wunschergebnis wäre?
Kahle: Wunschergebnis wären 51 % für die Grünen. Das würde Perspektiven eröffnen. Und Tarek Al-Wazir wäre nicht nur ein wunderbarer Name für einen Hessischen Ministerpräsidenten, er wäre sicherlich auch ein großartiger Ministerpräsident. Mal sehen, ob die Zeit reif ist. Roland Koch hat mit negativen Ausrufezeichen gezeigt, das absolute Mehrheiten Dinge umsetzen können. Sehr gut wären 36 % für die SPD und 15 % für die Grünen Das hätte Hessen nach so langer Koch-Zeit verdient. Und wenn die SPD Größe hat, wählt sie Al-Wazir zum MP.
MF: Zum Schluss auch an Sie eine persönliche Frage: Wie verbringen Sie am liebsten Ihre Freizeit, in welche Länder reisen Sie gerne, welche Bücher interessieren Sie besonders, welche Musik und welche Bilder gefallen Ihnen?
Kahle: Freizeit verbringe ich am liebsten mit meiner Liebsten. Ich war in Italien, Holland, Frankreich, Sri Lanka, Tunesien - es hat mir überall gefallen und es gibt noch genug Ziele. USA wären mal schön... , aber das überkandidelte mit Fingerabdruck usw. stößt mich etwas ab. Ich lese außer der taz (bei der ich einer von 6 oder 7000 Herausgebern bin), der OP, der MNZ und der FR nicht besonders viel. Musik habe ich gerade mal wieder The Who aufgelegt und mir die Dixi Chicks besorgt. Aber ich höre auch Beatles, Anastacia, Michael Jackson, Eminem oder Anne-Sophie Mutter. Nicht festgelegt, nur, es muß mir gefallen.
Das Gespräch führte Max Lorenzen