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Beiträge zur geistigen Situation der Gegenwart Jg. 9
(2008), Heft 5
Heute haben wir die traurige Pflicht, Ihnen mitzuteilen, dass unser Freund Max Lorenzen am 24. August 2008 ganz unerwartet verstorben ist. Noch stehen wir alle unter dem Schock dieser Nachricht.
Im Andenken an ihn, der Motor und Seele unseres Forums war, werden wir, jeder an seinem Ort, in seinem Sinne weiter arbeiten – und so werden wir in den nächsten Monaten alles das zu Ende führen, was bereits begonnen ist. Essays und Rezensionen, die zugesagt sind oder der Redaktion bereits vorliegen, können also wie vorgesehen im Forum erscheinen.
Sie werden verstehen, dass wir im Augenblick schmerzlichen Innehaltens noch keine weiteren Entscheidungen treffen können und wollen. Wir bitten Sie, mit uns des verstorbenen Freundes zu gedenken, und sind sicher, mit Ihnen in diesem Gedenken verbunden zu bleiben.
Am Sonntag, den 24. August brach er – nur 58jährig – im eigenen Haus in Lohra tot zusammen, nachdem er noch am Vortage in guter Stimmung und Verfassung dem Künstlerkreis Radehausen zum Jubiläum gratuliert und dessen Arbeit gewürdigt hatte. Die philosophische Deutung und Kommentierung zeitgenössischer Kunst – lokal und regional – war eine seiner bevorzugten Tätigkeiten, für die er von Seiten auch des Marburger Kunstvereins und des Hessischen Landestheaters zunehmend Anerkennung und Dank empfing.
Es ist dies bereits der zweite Todesfall, den die Marburger Vereinigung philoSOPHIA in diesem Jahr zu beklagen hat. Erst im Frühjahr war der Psychologe Helmut Welger nach langer Krankheit verstorben, mit dem gemeinsam Max Lorenzen 1997 diese Plattform für Philosophie ohne akademische Allüren und ohne universitäre Schranken gegründet hatte. Im Verbund mit der Literaturwissenschaftlerin Renate Scharffenberg wurde so in Marburg eine neue Gestalt der Bildungsarbeit geschaffen, die – offen für Menschen aus allen Kreisen – mit Einzelvorträgen und Lektürezirkeln ein breites Spektrum an Themen anbietet: stets orientiert an einem weiten Philosophiebegriff, das Ziel der Lebensnähe vor Augen, abhold jeder doktrinären Enge. Denken im Dialog in einer Atmosphäre der Toleranz und Offenheit ist der Wahlspruch von philoSOPHIA.
Max Lorenzen war dabei die Schlüsselgestalt. Bei ihm liefen die Fäden zusammen. Er war es auch, der schließlich den Aktionsradius weit über Marburg hinaus erweiterte, indem er die Internetzeitschrift „Marburger Forum“ gründete, sie redaktionell betreute und Autoren aus der ganzen Republik, ja auch aus dem Ausland gewann. Welche Fülle an Wissen und Weisheit ist dort inzwischen angesammelt!
Max Lorenzen, 1950 in einem Dorf in Schleswig Holstein geboren, studierte Philosophie in Hamburg, Lüneburg, Hannover, Paris und Marburg. Für seine Arbeit zum Metaphysikbegriff bei Kant fand er keinen Fachbereich, der sie als Dissertation annahm. Allerdings veröffentlichte der renommierte Verlag Felix Meiner das Werk als Einzelband. So schlug er sich lange Zeit als Privatgelehrter in ungesicherten materiellen Verhältnissen durch.
Mit der Gründung von philoSOPHIA wuchs er langsam über die Zurückgezogenheit seines bisherigen Lebenszuschnitts hinaus und gewann in seinen Leitungsfunktionen an Statur. Im Marburger Tectum Verlag veröffentlichte er 2001 sein Buch „Das Schwarze. Eine Theorie des Bösen in der Nachmoderne“. Dieser „philosophisch-literarische Essay“ fand leider kaum Resonanz. Mit seiner düster-pessimistischen Aussage, die bereits der Titel andeutet, steht er in einer gewissen Spannung zur praktischen Arbeit Lorenzens als erfolgreicher Philosophievermittler und Organisator von Bildungsprozessen. Sein jäher Tod hinterlässt verstört trauernde Familienangehörige und eine verwaiste Marburger Vereinigung, die vor der schwierigen Aufgabe einer Neuorientierung steht.
Joachim Kahl
| Unterricht Jeder, der geht Wir, deren Worte sich verfehlen, Nur einmal sterben sie für uns, Dein Tod oder meiner Hilde Domin (26.7.1909 – 23.2.2006)
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Lieber Max, ´kostbarster Unterricht´, das waren für uns die Gespräche mit dir - Gespräche voller Klarheit und Humor, mit wahrhaft philosophischer Tiefe und verspielter Leichtigkeit, voller Warmherzigkeit und Ernsthaftigkeit. Wir danken dir für diesen ´kostbarsten Unterricht´.
Herr Lorenzen hatte mich hin und wieder einmal gefragt, ob ich bereit
wäre, für das Marburger Forum zu schreiben. Da ich selbst kein Philosoph
bin und aufgrund meiner Tätigkeit nie so in den Themen beheimatet, wie
es vielleicht erforderlich wäre, tat ich mich immer sehr schwer, dem
Anliegen zuzustimmen. Herr Lorenzen hatte aber eine unverwechselbare
Art, mich dennoch zum Schreiben zu ermutigen. Obwohl wir in manchen
völlig verschiedener Ansicht waren, ist er mir immer mit großer
Wertschätzung und Hochachtung begegnet. Ich glaube, das war seine
Grundüberzeugung und das Anliegen seines ganzen Schaffens: Menschen
trotz verschiedenster Herkünfte und Ansichten im Gespräch und Dialog zu
vereinen. (Pfarrer Franz Lahnstein)
Diesen Text habe ich vor etwa eineinhalb Jahren geschrieben (ohne das jetzt vorangestellte Zitat) und meinem Freund Max Lorenzen geschickt. Wir haben damals mündlich fortgesetzt, was hier als Anfang eines ´Gespräches´ zu lesen ist. Ich widme diesen Gesprächsbeginn, für mich eine wertvolle Erinnerung an all unsere Gespräche, Max Lorenzen.
Manfred Jobst
„Im Scheitern dieses Versuchs ((i.e. das unvollendete Gedicht „Der Adler“ von Friedrich Hölderlin)) jedoch entsteht das Bild einer unaufhebbar fragmentarischen Struktur des Geistes: einer Wahrheit, die nicht gesucht und gerade im Fehlschlagen einer letzten Anstrengung gefunden wird. Dieses Fragmentarische zeigt nicht auf eine in ihm erscheinende "Gelungenheit" (Bloch) oder ein "Nicht-Identisches" (Adorno), sondern darauf, dass der gesuchte Mittelpunkt, die Einheit des vor-zeitlichen Ursprungs, seiner Explikation in der Zeit und der Verschmelzung beider in einem unaussagbaren Telos, sich immer wieder in Stücke zerlegt, die sich nicht zu einem Ganzen integrieren wollen. Die "Tiere" nämlich scheinen, man denke an das "Wild" (etwa in: "Am Quell der Donau"), das für den vor-reflexiven Zustand der Menschen steht, von jenem Ursprung oder Ungrund zu zeugen, aus dem gleichsam selber die Frage auftaucht, wo er, der Geist, in der Geschichtszeit "bleiben" solle. Die Antwort darauf liegt schon im "Geheimnis der Wasser": das Ursprüngliche, vor aller Form Liegende, kann in ihr nur überdauern, wenn sich beide gegenseitig in die Schwebe bringen und solchermaßen eins im anderen erscheint; aber ihre Einheit, deren vorgebliche Momente wieder auf höherer Ebene zu verbinden sich auch Hegel und Schelling vergeblich bemühen, existiert nur gemeinsam mit einem noch Rätselhafteren, als sie selbst ist, nämlich einem Differenzpunkt, der jede Struktur, die sich in sich selber schließen will, auseinanderzieht und in ihr etwas, das zu ihr nicht passen kann, erzeugt. Die späten Fragmente Hölderlins öffnen uns die Augen über die von uns noch kaum wahrgenommenen Grundbedingungen des Lebens in der Nachmoderne.“ (Max Lorenzen in: Marburger Forum 2005, Heft 1)
Die erste, sicherlich nur kursorische, Lektüre deiner Gedanken zum Hölderlin-Gedicht „Der Adler“ hat sehr viel ausgelöst bei mir; in der Hoffnung, was ich jetzt aufschreibe, wird nicht zu chaotisch, zu viel, beginne ich.
In den letzten Tagen habe ich immer wieder zwei Komponisten gehört, mit Klaviersonaten: Franz Schubert (mit der B-Dur Sonate) und Wolfgang Amadeus Mozart (mit mehreren Sonaten); in zwei großartigen neuen Einspielungen. Und mein Erleben bei diesem Hören scheint mir dem nahe zu kommen, was du am Ende deiner eindringlichen Hölderlin-Interpretation zusamenfasst als die ´Öffnung´ „über die von uns noch kaum wahrgenommenen Grundbedingungen des Lebens in der Nachmoderne.“ Mein Versuch, meine Begegnung mit dieser Musik in Worte zu fassen, schließt gewissermaßen das „Scheitern dieses Versuchs“ mit ein.
Die Musik kommt aus einem Zentrum, durchaus, so das erste Gefühl, voll Sicherheit, aus einem klaren Zentrum (natürlich mechanisch sowieso aus dem Lautsprecher!), erreicht mich tief im Inneren, in meinem Zentrum, auch hier das Gefühl einer Sicherheit von meinem Zentrum, und zu dieser Begegnung könnte ich noch ´ich weiß´ sagen, und in diesem Anteil des Aufnehmens bei mir geschieht das Hören durchaus auch z.T. analysierend, und dann geschieht zugleich noch etwas, diese Musik geht durch mich hindurch, weit weg, und ich spüre, dass auch die Herkunft dieser Musik weit jenseits eines Zentrums liegt, dass sie –wie du das nennst - ´vor-zeitlichen Ursprungs´ (vielleicht vor-räumlichen Ursprungs) ist, zeitlos (ortlos), selbst nach dem Hören noch da, insofern auch wieder zeit-voll, ich bin voll von ihr, bin ganz bei mir, ohne dass ich in meinem Zentrum bin. Dieses Hören einer Musik, die von so weit jenseits eines Kraftzentrums kommt, als käme sie von einem, führt mich zu einem (anderen?) Kraftzentrum, das zugleich weit jenseits von mir liegt (keiner Analyse zugänglich), und dieses Hören, das gewissermaßen ein Eintreten der Musik durch alle Poren in mich ist, löst ein tief beruhigendes, tief aufwühlendes, ja fast leer machendes, eine unbeschreibliche Kraft gebendes Erleben aus, das nicht zu halten ist, das nachhallt, nachwirkt, unhaltbar in mir bleibt. Beide Teile dieses Hörvorgangs sind zwar Phasen, aber nicht zu trennen. So wie auch die Musik, ich, der Hörer, und der Hörvorgang nicht zu trennen sind, eins werden und zugleich wiederum klar und gleichberechtigt wertvoll je für sich sind.
Soweit ein Versuch, dieses bei weitem ´noch Rätselhaftere´ meines Musik-Hörens in Worte zu fassen.
Schubert und Mozart als Künstler der Nachmoderne? Mozart, so scheint mit, schöpft seine Musik mit weniger Anstrengung (das gilt selbst da, wo er äußerst ´kunstvoll´ fugiert) komponiert mehr – mit Schiller zu reden – als ein ´naiver´ Künstler, Schubert mehr als ein ´sentimentalischer´? (Wobei dieser Gegensatz - Peter Szondi hat darauf aufmerksam gemacht, und das zeigt m.E. die genaue Lektüre der Abhandlung Schillers - gar keiner ist.)
Noch ein Nachtrag: In dem Begleitheftchen zur Mozart-CD schreibt der Pianist Christoph Ullrich: „Mozart hören oder spielen ist eine der wenigen Möglichkeiten, Zeit nicht zu vertreiben (Rilke!), sondern zu verwandeln, wie in einem chemischen Prozess aufzulösen. Denn bei aller irdischen Lust, die man in ihr zu finden meint, weiß sie vom Tode. Sie erzählt von Dingen, die wir nicht wissen können. Und dies in einer musikalischen Sprache, die nicht nebelverhangen unscharf, sondern von lichter, kindlicher Reinheit ist. Einer verbalen Umsetzung leistet sie heftigsten Widerstand. Die Welt der Worte siedelt bei Mozart auf einem ganz anderen Stern als die der Musik.“
Diesen ´Zustand´ kennt, erlebt Max Piccolomini: „Ist denn alles hier/ Verändert, oder bin nur ich’s?“ ... „So müsst es einem selgen Geist sein, / Der aus den Wohnungen der ewgen Freude / Zu seinen Kinderspielen und Geschäften, / Zu seinen Neigungen und Brüderschaften / Zur ganze armen ((reichen?!) Menschheit wiederkehrte.“ Und weiter: „O! goldne Zeit / Der Reise, wo uns jede neue Sonne / Vereinigte, die späte Nacht nur trennte! / Da rann kein Sand und keine Glocke schlug. / Es schien die Zeit dem Überseligen/ in ihrem ewgen Laufe still zu stehen./ O!, der ist aus dem Himmel schon gefallen, / Der an der Stunden Wechsel denken muß! / Die Uhr schlägt keinem Glücklichen.“ (Der letzte Satz, aus dem Kontext, den wahrscheinlich die wenigsten kennen, gerissen, ist zum trivialen Zitat verkommen.)
Und Christoph Ullrich zitiert dann – Rilke, das III. Sonett des 1. Teils der „Sonette an Orpheus“:
„Ein Gott vermags. Wie aber, sag mir, soll
ein Mann ihm folgen durch die schmale Leier?
Sein Sinn ist Zweispalt. An der Kreuzung zweier
Herzwege steht kein Tempel für Apoll.
Gesang, wie du ihn lehrst, ist nicht Begehr,
nicht Werbung um ein endlich noch Erreichtes;
Gesang ist Dasein. Für den Gott ein Leichtes.
Wann aber sind wir? Und wann wendet er
an unser Sein die Erde und die Sterne?
Dies ists nicht, Jüngling, dass du liebst, wenn auch
Die Stimme dann den Mund dir aufstößt, - lerne
vergessen, dass du aufsangst. Das verrinnt.
In Wahrheit singen, ist ein andrer Hauch.
Ein Hauch um nichts. Ein Wehn um Gott. Ein Wind.“
Du siehst, wohin deine luzide Analyse mich (ver)führt.
Friedrich Seibold („Bedürfnisse als Maßstab für die Wahrheit philosophischer Erkenntnisse“, in: Marburger Forum 2005, Heft1) würde jetzt trocken fragen, welche ´Bedürfnisse´ den ´Maßstab´ (die Motivation) für meine ´Wahrheiten´ bilden (wobei ich mich frage, welche ´Bedürfnisse´ hinter seinem Aufsatz stecken!)! Ein schnöder „vorherrschender Trieb, das Leben zu genießen“ (Seibold) – ich will dem Schmerz entkommen!
Hermann Lenz, in dessen Gedichtbändchen („Vielleicht lebst du weiter im Stein“) ich hin und wieder schmökere, würde das so kommentieren:
„Nicht mehr dabeisein
Wie sie sich vordrängen,
Weil sie dabeisein wollen,
Um Schmeichelworte zu hören,
Als wären es streichelnde Fingerspitzen,
Da und dort.
So gehört es sich,
So ist´s erfreulich.
Nicht mehr dabeisein:
Au net schlecht.“
„Vorsatz
Düstere Verse, aber
Von Mund zu Mund
Bist du ein heiterer Mensch.
Was die Wahrheit?
Beides Verehrter.
Dem andern mit deiner Trübnis
Nicht die Sinne verschmutzen wollen:
Au net schlecht.“
(Hervorhebungen von mir!)
Ein Blick zurück auf meine ´Nachbemerkungen´ (ab „Soweit...“): Sie sind viel zu harmonisierend, zu simplifizierend, mein Erlebnis ist viel komplexer, radikaler als das Schillersche aus-der-Zeit-Fallen. (noch mal eine Digression zu Schiller: Seine Abhandlung zum ´Naiven´ und ´Sentimentalischen´ enthält genau an der Stelle, an der er betont, dass die beiden „Charaktere“, „je tiefer sie zu diesem (i.e. „Leben“) herabsteigen“, „desto mehr verlieren sie von ihrem gegnerischen Charakter“, eine Selbstcharakterisierung, deren Selbstradikalität bisher offenbar übersehen wurde.)
Ich müsste den letzten Absatz deines Essays für meine Erfahrungen umformulieren. Dies ist – auch deshalb – schwer, unmöglich, weil du für einen zutiefst philosophischen Gedanken, einen zutiefst philosophischen Gehalt (da denkt man gleich: ´O Gott! Abstrakt!´) eine Form, eine Sprache findest (eben nicht abstrakt akademisch philosophisch), die dem konkret Lebendigen dieses Gehalts völlig adäquat ist, eine – und das meine nicht pathetisch – poetische Sprache, die mich übrigens wieder an deine Erzählungen erinnert (geht es darin nicht auch um ´Differenzpunkte´?!).
Ganz gebe ich meine Formulierungsversuche nicht auf; über einiges musste ich herzlich lachen angesichts ihres wie eine Parodie wirkenden expressionistischen ´O-Mensch-Pathos´; solche Distanzierung öffnet neu. Dazu kommt auf einmal eine Nachwirkung meiner Lektüre der letzten Wochen (nur kleine Textstellen, aber mehrmals und langsam), Georg Büchner („Lenz“) und Paul Celan (Büchner-Preis-Rede). „Man möchte manchmal ein Medusenhaupt sein, um so eine Gruppe in Stein verwandeln zu können ...“ , sagt Lenz; und am Ende dieses ´Kunstgesprächs´ heißt es von ihm: „Er hatte sich ganz vergessen.“ Es geht ja um mehr als Formulierungsversuche. Um einen Schreibzustand zwischen ´Selbstvergessenheit´ und ´Medusenhaupt´, der sich nicht mit Verordnung und Willensakt erreichen lässt. Um völlige Anspruchslosigkeit und aggressives Zupacken, Zerstören und Bewahren, gar nicht sein und ganz „Hinaustreten aus dem Menschlichen“ (Celan), was dann schon wieder eins wäre (dein „Differenzpunkt“?!). Nochmal Celan: „ein Sichhinausbegeben in einen dem Menschen zugewandten und unheimlichen Bereich“.
Einen solchen Zustand, Bereich habe ich vielleicht berührt beim Schreiben der folgenden Verse, entstanden noch im Umfeld der ´Wörter-Wege´- Versuche (ich hatte dir das mal gegeben), noch vor dem neuen Hören von Schubert und Mozart.
Der Kadenztriller
Der Kadenztriller
und dann
die Erlösung
verweigert
immer wieder höre ich
Mozarts und Beethovens
Klavierkonzerte
Meine Güte, hast du was angerührt bei mir.
Manfred Jobst
